Wir wussten schon, dass wir auf einen starken Gegner treffen und hatten uns etwas verstärkt. Doch am Ende reichte es nicht. Beim ersten Blick auf die Ergebnisse schaut man ungläubig auf 7 Remis, doch kein Remis war unberechtigt. Es wurde an allen Brettern knallhart gekämpft.
Das erste Remis ergab sich an Brett 8 mit dem nominell favorisierten Karl Ziegler. Etwas später musste der SCE eine Verlustpartie verbuchen. Kein guter Einstand für den Mannschaftskampf. An den übrigen Brettern konnte der Ausgleich nicht mehr geschafft werden. Schlag auf Schlag gingen die Partien mit Remis aus bei Peter Sikolenko, Wolfgang Schmidt, Daniel Reifsteck und Tomas Penya. Es war ein Kampf auf Augenhöhe.
Zwischenstand: 2,5:3,5 gegen Emmendingen.
Auch in den restlichen beiden Partien konnte kein Siegpunkt mehr geholt werden. Toni Gens und Torsten Frank kämpften zwar noch, aber auch sie remisierten. Letzterer nach Damentausch mit Springer gegen Springer in sicherer Stellung. Damit war der Mannschaftskampf mit 3,5:4,5 verloren.
Die SCE-Fünfer-Mannschaft musste nach Simonswald.
Nach solidem Spiel konnte Jungspieler Nils Eckerle in seinem ersten Mannschaftskampf in ein Remis einwilligen.
Auch Altmeister Franz Sifnatsch, der die Mannschaft anführte und an Brett 1 spielte, brachte ein erkämpftes Remis ein. An den Brettern 2 und 4 musste SCE 5 Niederlagen hinnehmen. Eine gute Partie absolvierte Jungspieler Janik Janzing und krönte sie mit dem einzigen Sieg für die Mannschaft.
Am 16.10.2016 hatte der Schachclub Emmendingen mit seiner 1. Mannschaft sein Debüt in der 2. Bundesliga, nachdem er in der Vorsaison als Meister der Oberliga Baden den Aufstieg geschafft hatte. Erster Gegner war der Bundesliga erfahrere Verein SC Untergrombach. Das Event fand in der historischen Steinhalle in Emmendingen statt, die für diese Saison dankenswerter Weise von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde.
Die Gastmannschaft trat nicht mit ihrer stärksten Besetzung an. Beginn war 11:00 Uhr. Als Schiedsrichter fungierte Daniel Fuchs.
Den ersten Punkt für Emmendingen heimste der Youngster IM Lorenzo Lodici (ITA) an Brett 5 ein. Diese Führung für SCE 1 bestand fort nach den Remis von GM Imre Héra (HUN) an Brett 1, IM Theo Hommeles (NED) an Brett 6 und GM Andrei Sokolov an Brett 3. An Brett 4 konnte IM Bence Korpa (HUN) durch einen vollen Brettpunkt noch ausbauen.
Zwischenstand 3,5:1,5.
Von den letzten 3 Brettern fehlte zum Mannschaftssieg noch 1 Brettpunkt. Jungspieler Thomas Ehret konnte an Brett 8 einen halben Punkt beisteuern. Jens Rahnfeld musste sich an Brett 7 ergeben.
An Brett 2 lief noch ein spannendes Turmendspiel mit ungleichen Läufern, welches schwer zu spielen ist und im allgemeinen mit Remis endet. Hier blitzte aber die gesamte Kunst des Schachspiels auf, was für die Zuschauer sehenswert war. GM Normunds Miezis gelang in dem ausgeglichenen Spiel der Gewinn eines Mehrbauern unter ständiger Bedrohung seiner Stellung. Der Bauer konnte aber nicht umgewandelt werden, weil er in die vom Läufer beherrschte Ecke einziehen musste. Im übrigen zog der gegnerische König ins Quadrat und konnte somit den Bauern erreichen. Doch der fehlende halbe Brettpunkt war gesichert und Emmendingen 1 hatte den Kampf mit 4,5:3,5 knapp gewonnen.
Die Fünfte empfing die 3. Mannschaft aus Endingen. Diese kam in sehr starker und erfahrener Besetzung, so dass es für die Emmendinger schwer wurde, zumal hier 3 Spieler ihre „Jungfern-Partie“ unter völlig neuen Bedingungen absolvierten. Aber alle haben ihr Bestes gegeben. Martin Weber (5) konnte ein Remis einbringen. Lutz Leinmenstoll (4) hatte seine Gegnerin ständig unter Druck gesetzt, übersah aber am Ende eine Kontermöglickeit und verlor unglücklich. Günter Mench (1) spielte eine ausgeglichene Partie, die er aber „in den Sand setzte“ und war entsprechend enttäuscht. Janik Janzing (3) fand nicht in sein Spiel und Richard Schweizer (2) musste sich gegen den Endinger Altmeister Fietzek DWZ 1793 zur Wehr setzen.
Am Ende stand es 0,5:4,5.
Offenbar hatte der Absteiger aus der Kreisklasse A Endingen 2 im ersten Saisonspiel sehr große Aufstellungsprobleme. Konnte die erste Mannschaft am Spieltag nur mit 7 Spielern in der Bereichsliga spielen, trat Endingen 2 beim SC Emmendingen mit nur 6 Spielern an. Damit gingen bereits 2 Mannschaftspunkte kampflos an SCE 4.
Die weiteren Punkte erkämpften Bruno Grohmüller (2), Wolfgang Dederichs (3), Ruben Gihr (4) und Stefan Bühler (6).
Vom Spielverlauf her konnte der eröffnende Sieg von Altmeister Bruno Grohmüller von Endingen ausgeglichen werden. In einer starken Partie legte Stefan Bühler wieder vor, dessen Sieg von Endingen ebenfalls wieder ausgeglichen wurde. Erst der Sieg von Ruben Gihr sicherte den Gesamterfolg für die Mannschaft, den Wolfgang Dederichs am Ende noch bestätigen konnte.
Das Gesamtergebnis war mit 6:2 dann sehr deutlich.
Emmendingen 2 empfing in der ersten Runde die stark aufgestellten Heitersheimer. Diese waren an fast allen Brettern favorisiert.
Die erste Entscheidung fiel gegen SCE 3. An Brett 7 konnte Jonas Vögtlin einen Turmverlust nicht kompensieren und musste passen. Markus Roos remisierte an Brett 4. Auch Peter Sikolenko (5) hatte ein ausgeglichenes Spiel und remisierte. Den ersten Sieg für Emmendingen konnte Torsten Frank an Brett 3 gegen seinen favorisierten Gegner einbringen. Zwischenstand 2:2.
Axel Wolf (8) hatte ein ausgeglichenes Spiel, konnte im Turmendspiel eine Ungenauigkeit seines Gegners ausnutzen und SCE 3 mit einem vollen Punkt erstmalig in Führung bringen. An Brett 2 teilte sich Daniel Reifsteck in ausgeglichener Stellung den Punkt. Damit führte Emmendingen mit 3,5:2,5. Da an Brett 6 der Heitersheimer eine Leichtfigur gegen Mehrbauern ins Endspiel bringen konnte, war ein Remis hier unwahrscheinlich. Um den Kampf zu gewinnen, musste also Brett 1 zu Gunsten von Emmendingen ausgehen. Nach Öffnung der f-Linie konnte Toni Gens einen Mattangriff starten und den vollen Punkt einheimsen. SCE 3 hatte knapp gewonnen.
Am 09.10.2016 startete der SC Emmendingen in der Landesliga mit seiner 2. Mannschaft nach dem Aufstieg mit einem Heimspiel gegen den SV Vimbuch. Vimbuch hatte in der Vorsaison den 8. Rang belegt und damit den Klassenerhalt geschafft. SCE 2 ist zwar Aufsteiger aus der Bereichsliga, galt aber in dieser Begegnung klar als Favorit.
Entsprechend verlief auch das Spiel. Mit einem souveränen Sieg eröffnete Iouri Sorokovski an Brett 6 und setzte den Maßstab für das angestrebte Ergebnis. Jörg Weidemann fügte an Brett 1 durch Remis einen halben Punkt hinzu. Nach dem überraschenden Sieg von Andreas Bauer an Brett 2, nachdem dessen Gegner nach einem Fehlzug genervt aufgab, erhöhte sich der Vorteil für Emmendingen auf 2,5:0,5. Dann ging es Schlag auf Schlag.
Kurz danach musste sich auch der Gegner von Hermann Schrems an Brett 5 endgültig geschlagen geben, nachdem ihn Hermann permanent unter Druck gesetzt hatte und schon früh einen Mattangriff startete, der gerade noch abgewehrt werden konnte. Allerdings übersah er den schnellen Gewinnzug 30. Dh1+. Den letzten Versuch seines Gegners in ein Dauerschach einzumünden, verhinderte Hermann souverän. Eine tolle Partie! Nicht minder spannend verlief die Partie von Michael Gihr an Brett 7, die er ebenfalls mit einem souveränen Sieg beenden konnte. Emmendingen hatte beim Spielstand von 4,5:0,5 bereits gewonnen.
Marcos Osorio remisierte an Brett 3 und zeitgleich konnte Jens Rahnfeld an Brett 4 einen vollen Punkt einbringen. Andreas Hügle hatte an Brett 8 einen Mehrbauern und versuchte ihn zum Umwandlungsfeld zu bringen. Die Stellung war aber so, dass der Läufer des Gegners mit den Bauernketten das Durchdringen verhindern konnte. Die Partie endete remis.
Das Ergebnis bestätigte mit 6,5:1,5 die formale Überlegenheit. Der Saisonstart war bestens gelungen.
Der SC Emmendingen konnte 2 Mannschaften unter die letzten 8 Mannschaften im Badischen Pokalwettbewerb bringen. Am 26.06.2016 fand nun die 3. Runde statt. SCE 1 hatte ein Heimspiel gegen OSG Baden-Baden, SCE 2 musste in Ladenburg antreten. Unglücklich war, dass parallel an diesem Wochenende auch die Endrunde der Badischen Senioren-Mannschaften in Bad Herrenalb stattfand, was vom BSV zukünftig zu vermeiden wäre. So mussten Emmendinger Spieler am Morgen von Bad Herrenalb nach Ladenburg anreisen – ein zusätzliches Handikap.
Hier der Spielbericht von Christof Herbrechtsmeier: In Ladenburg hatten wir mit dem Handicap zu kämpfen, dass Gerhard und ich von Bad Herrenalb
angereist waren, wo ich am Vormittag (!) noch eine Partie bei den Senioren zu spielen hatte. Wir
hatten den Spieltermin in Ladenburg auf 14:00 Uhr gelegt. Ich war am 4. Brett platziert, kam über
ein Remis aber nicht hinaus. An Brett 1 machte Lorenzo sein Debut für Emmendingen; er übersah
einen taktischen Schlag und war am Ende mit dem Remis gut bedient. Gerhard hätte mehr aus seiner
Partie machen können, er fand sich aber mit der Stellung nicht zurecht. Jouri stand mit Schwarz etwas
gedrückt, nach einem Generalabtausch war die Partie aber ausgeglichen. So blieb am Ende Ladenburg
mit 2,5-1,5 siegreich und wir sind aus dem Wettbewerb ausgeschieden.
SCE 2 schied durch eine 2½:1½-Niederlage aus dem Wettbewerb aus:
Endrunde Badischer Mannschaftspokal
3. Runde Spieltag: 26.06.2016
SK Ladenburg
2221
SC Emmendingen 2
2148
2½
1½
1
Chernov,Vadim
2338
Lodici,Lorenzo
2366
½
½
2
Farmani Anosheh,Armin
2275
Kiefer,Gerhard
2172
1
0
3
Schrepp,Martin,Dr.
2150
Sorokovski,Jouri
2057
½
½
4
Scherer,Ralf
2121
Herbrechtsmeier,Christof
2214
½
½
Besser lief es für SCE 1, die in Teningen gegen OSG Baden-Baden klar gewann und damit zusammen mit SV Hockenheim, SK Ladenburg und SF Sasbach unter die letzten 4 Teilnehmer im Badischen Pokal 2016 gekommen ist.
Die erste Partie endete remis an Brett 4 mit Jörg Weidemann. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Andreas Bauer an Brett 3 bereits einen erheblichen Vorteil erkämpft. Er holte auch den ersten Siegpunkt, nachdem Andrei Sokolov an Brett 1 gegen den starken Andreas Heimann (DWZ 2576) ein Remis einbringen konnte. Theo Hommeles spielte sein Endspiel Läufer+Mehrbauer gegen Springer fehlerlos und siegte souverän.
Gestern gab es einen 3-1 Sieg über die OSG Baden-Baden, hier der Spielbericht von Andreas Bauer:
Andrei hatte an Brett 1 mit Schwarz die Aufgabe dem starken Andreas Heimann erneut Paroli zu
bieten. Das gelang ihm auch relativ überzeugend, indem er die Initiative von Weiß in einer typischen
Bauernopfer-Variante im Damenindisch entkräften konnte. Das sich entwickelnde Endspiel war
ausgeglichen und er konnte ohne große Schwierigkeiten ein Remis erzielen.
An Brett 2 hatte Theo mit Weiß gegen einen schon deutlich schwächeren Gegner das Läuferpaar
sowie Druck gegen einen Zentrumsisolani aus der Eröffnung heraus erhalten infolge einer eher
seltenen Eröffnungswahl des Gegners. Es galt lediglich auf taktische Motive aufmerksam zu sein
sowie den schwarzen Raumgewinn nicht Oberhand werden zu lassen. Aber Theo hatte dies mit guter
Technik unterbunden und in deutlich besseres Endspiel abgewickelt, das dann sehr schnell
gewonnenen wurde.
Ich hatte an Brett 3 gegen meinen leicht schwächeren Gegner mit dem Londoner-System recht früh
eine angenehme Stellung, da er die Spannung aus dem Zentrum genommen und mir den Raumvorteil
in einer geschlossenen Stellung überlassen hatte. Es folgte ein Beutezug seiner Dame, der in einer
aussichtslosen Position ohne Rückzugsfelder mit der Gefahr, verloren zu gehen, endete. Doch wegen
schlechter Technik meinerseits, ließ ich Gegenspiel zu, das in heißer Zeitnotphase glücklicherweise
und nicht ohne die Hilfe meines Gegners ein günstiges Ende nahm und meinen Gegner zur Aufgabe
zwang.
Jörg musste an Brett 4 gegen einen schon deutlich schwächeren jungen Gegner antreten, der eine
positionelle Herangehensweise an die gefährliche Drachenvariante bevorzugte. Jörg hatte keine
Probleme, mit Schwarz auszugleichen, ließ jedoch einen taktischen Schlag zu, welcher ihn einen
Bauern kostete. Aufgrund des aktiven Figurenspiels konnte er den Bauern etwas, wenn sicherlich
auch nicht ganz ausreichend, kompensieren, sodass sein Gegner es eher mit einem Remisangebot
versuchte, anstatt eine unklare Stellung mit beiderseitigen Chancen auf Gewinn zu spielen.
Dieses Angebot wurde aufgrund der bereits vorteilhaften Lage unserer Mannschaft akzeptiert.
Damit ist SCE I für das Halbfinale qualifiziert, das zusammen mit dem Finale am 16./17.07. gespielt
wird. Diese Doppelrunde wird mit vier Mannschaften ausgetragen – SCE I, Hockenheim, Sasbach und
Ladenburg (diese bewerben sich für die Ausrichtung). Ausgelost wird erst kurz vor den Kämpfen.
Am 25.06.2016 fand in Bad Herrenalb die Endrunde der Badischen Senioren-Mannschafts-Meisterschaft statt. Der SC Emmendingen hatte sich qualifiziert und wurde gegen den Favoriten und Titelverteidiger SK HD-Handschuhsheim gelost.
Endrunde Badische Seniorenmeisterschaft
3. Runde Spieltag: 25.06.2016
Villingen-Schwenningen
SC Eppingen
0
4
SG Emmendingen/Endingen
SK HD-Handschuhsheim
1
3
Nun kann der SC Emmendingen noch den 3. Platz erreichen, indem er am Sonntag die deutlich geschlagenen Villingen-Schwenninger distanziert.
Für Sonntag wurde die Mannschaft umgestellt. An Stelle von Gerhard Kiefer kam Wolfgang Schmidt in die Mannschaft, die gegenüber Villingen-Schwenningen favorisiert war. Trotzdem reichte es nur zu einem Unentschieden. Emmendingen und Villingen-Schwenningen verzichteten auf ein Stechen und teilten sich den 3. PLatz.
Der SC Eppingen besiegte im Endspiel den SK HD-Handschuhsheim und wurde Badischer Senioren-Meister 2016.
Nachdem die 3. Mannschaft vom SC Emmendingen zum Abschluss der Verbandsrunde über den neunten Rang in der Bezirksklasse Freiburg nicht hinauskam, musste sie noch bangen, durch das Ergebnis des Relegationsspiels der Bereichsliga Süd: SK Appenweier – SF Markgräflerland, welches auf den 08.05. terminiert war, noch in die Kreisklasse A verdrängt zu werden. Dieses Entscheidungsspiel wurde heute in Endingen/Kaiserstuhl ausgetragen.
SK Appenweier brachte keine komplette Mannschaft an die Bretter. SF Markgräflerland konnte fast ihre stärkste Aufstellung stellen. So war mit dem 6:2-Sieg von SF Markgräflerland klar, dass diese in der Bereichsliga Süd Staffel 3 verbleiben und damit keine zusätzliche Mannschaft in die Bezirksklasse Freiburg absteigt.
Emmendingen 3 bleibt damit in der Bezirksklasse Freiburg!
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