Archiv der Kategorie: Mannschaften

Erfolgreicher Saisonabschluß

Oberliga – 2.5.2015 Runde 9

Schachclub Emmendingen sichert den Verbleib in der Oberliga

Sicherer als erwartet gelang dem Schachclub als Aufsteiger der Verbleib in der Oberliga. Auch knappe, unglückliche Niederlagen konnten den Erfolgsweg nicht aufhalten. In einem dicht gedrängten Feld nahezu gleichwertiger Teams behaupteten sich die Emmendinger mit deutlichem Abstand zu den Abstiegsrängen. In der letzten Runde gab es beim Tabellennachbarn Baden-Baden eine unglückliche Niederlage, die jedoch für die Endabrechnung nicht nennenswert ins Gewicht fällt. Christof Herbrechtsmeier und Andreas Bauer gewannen hierbei ihre Partien und konnten sich damit unter den Top Ten der Oberliga platzieren. Ein gutes Omen für die kommende Saison. Die Oberliga ist dann nach der Papierform sehr ausgeglichen, ein vorderer Platz könnte erreicht werden.
Die Abschlußtabelle nach dem letzten Spieltag.

Die Zweite wurde in einem Kopf an Kopf Rennen Meister der Bezirksklasse und steigt in die Bereichsliga Süd auf. Nach der Startniederlage gegen den späteren Zweiten und Mitaufsteiger Ettenheim folgten 8 Siege in Folge. Auch in der letzten Runde gab es nach hartem Kampf einen knappen 4,5 : 3,5 Sieg beim Tabellendritten Dreisamtal, das lange um die Aufstiegsplätze mitgekämpft hatte. Toni Gens und Joachim Fleischer holten Siege, Wolfgang Schmidt (Top Ten), Sven Wasmer, Andreas Hügle, Daniel Reifsteck und Axel Wolf steuerten Remis bei. Mit dem hauchdünnen Vorsprung von einem Brettpunkt war damit die Meisterschaft sichergestellt, nachdem der Aufstieg schon eine Runde vorher feststand. Die kommende Saison wird der Festigung der Bereichsliga-Zugehörigkeit sein; nach der Papierform eine lösbare Aufgabe.

SCE 3 sicherte sich in der Kreisklasse A Platz 2 und den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Vor der letzten Runde hatten noch vier Mannschaften Aufstiegschancen, doch die beiden Führenden Merzhausen und SCE 3 landeten im Fernduell jeweils klare 6:2 Siege, so daß hier Merzhausen mit einem Brettpunkt den Platz an der Sonne behauptet. Auch die Dritte mußte nur eine Niederlage gegen den späteren Meister hinnehmen. Die Siegpunkte gegen ersatzgeschwächte West 3 holten Torsten Frank, Rüdiger Schmedding und Andreas Heidenreich sowie Marcus Roos und Andreas Haas (Top Ten) mit Remis. Die Bezirksklasse zu halten wird nicht einfach, ist aber mit etwas Glück zu realisieren.

In der Kreisklasse B konnte SCE 4 dank eines Blitzstarts in den ersten Runden den Klassenerhalt frühzeitig sichern. Im letzten Kampf gab es allerdings nichts zu erben. SK Denzlingen, das souverän mit großem Vorsprung Meister wurde, gab den ersatzgeschwächten Emmendingern mit 7 : 1 das Nachsehen.

Spielbericht Baden-Baden

Punkteverlust in Baden-Baden

12.04.2015 Runde 9

Das Abschlussduell in Baden-Baden endete mit einer Niederlage für Emmendingen

Im vorderen Mannschaftsteil errang Emmendingen mit dem Sieg von Jörg Weidemann an Brett 2 und den Remis von Andrei Sokolov (Brett 1) und Marcos Osorio (Brett 3) zwar 2 Mannschaftspunkte, im hinteren Mannschaftsteil reichte aber der Sieg von Christof Herbrechtsmeier (Brett 5) allein nicht aus, um insgesamt Erfolg zu haben. So musste die deutliche Niederlage akzeptiert werden. Mit dem abschließenden Tabellenrang 7 ist der Klassenerhalt sicher und damit das erste Ziel des SC Emmendingen nach dem Aufstieg in die Oberliga erreicht.

Ergebnisse
SGEM Waldshut-Tiengen SGEM Dreisamtal
SK Ettlingen SK FR Zähringen 1887
Karlsruher SF SV Walldorf   (N)
SC Eppingen   2   (N) SC Brombach   (N)
OSG Baden-Baden   3 SC Emmendingen   (N) 5 3

Zur Tabelle (Ergebnisdienst)


 

Brett 1


 

Brett 2


 

Brett 3


 

Brett 4


 

Brett 5


 

Brett 6


 

Brett 7


 

Brett 8

Spielbericht Eppingen

Oberliga – 15.03.2015 Runde 8

Erfolg im Kellerduell gegen Eppingen 2

Emmendingen 1 – Eppingen 2 (Heimspiel) 5:3

Emmendingen hatte mit den Gästen aus Eppingen einen weiteren Kandidaten im Kampf gegen den Abstieg. Beide mussten demnach punkten. Nominell hatte Emmendingen einen Vorteil. Doch der Spielverlauf war alles andere als sicher.

Die Oberliga-Mannschaft des SC Emmendingen sichert im letzten Heimspiel der Saison 2014/2015 den Klassenerhalt hintere Reihe v. l.: GM Andrei Sokolov, FM Jörg Weidemann, Andreas Bauer, Gerhard Kiefer, IM Theo Hommeles vordere Reihe v. l.: GM Ogjnen Cvitan, FM Christof Herbrechtsmeier (Mannschaftsführer), Marcos Osorio-Ortis und Iouri Sorokovski nicht im Bild: Jens Rahnfeld (4) und Thomas Ehret (3) (Foto: Axel Wolf)
Die Oberliga-Mannschaft des SC Emmendingen sichert im letzten Heimspiel der Saison 2014/2015 den Klassenerhalt
hintere Reihe v. l.: GM Andrei Sokolov, FM Jörg Weidemann, Andreas Bauer, Gerhard Kiefer, IM Theo Hommeles
vordere Reihe v. l.: GM Ogjnen Cvitan, FM Christof Herbrechtsmeier (Mannschaftsführer), Marcos Osorio-Ortis und Iouri Sorokovski
nicht im Bild: Jens Rahnfeld (4) und Thomas Ehret (3)
(Foto: Axel Wolf)

Christof Herbrechtsmeier eröffnete mit Remis an Brett 7. Doch Marcos Osorio an Brett 5 riskierte zu viel und musste den Brettpunkt abgeben. Wieder einmal konnte sich Jugendspieler Andreas Bauer souverän durchsetzen und den Mannschaftsrückstand ausgleichen. Nahezu zeitgleich endete auch die Partie an Brett 8 mit Gerhard Kiefer durch Remis. Zwischenstand 2:2.
Jetzt war es Aufgabe der vorderen Mannschaftshälfte die notwendigen Brettpunkte einzubringen, obwohl eine Prognose zu diesem Zeitpunkt kaum möglich wahr. Theo Hommeles kam im Turmendspiel zum Durchbruch und punktete an Brett 3. Ogjnen Cvitan erreichte ein Remis durch Zugwiederholung an Brett 2. Emmendingen hatte 3 1/2 Brettpunkte, es fehlte noch einer. Diesen konnte Jörg Weidemann an Brett 4 beitragen, der einen verbundenen freien Mehrbauern im Turmendspiel zur Umwandlung brachte. Damit war er der Matchwinner. Andrei Sokolov geriet an Brett 1 im Endspiel etwas in Nachteil, erreichte aber gekonnt noch das Remis.

Der Endstand mit 5:3 war erreicht und der Abstieg aus der Oberliga endgültig vermieden. Im 2. Kellerduell trumpfte Zähringen gegen Waldshut auf und verkürzte den Abstand zu den davor platzierten Mannschaften Waldshut und Eppingen 2. Auch in der Spitze der Liga bleibt es bis zum letzten Spieltag sehr spannend.

Die Wochenzeitung „Emmendinger Tor“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 25.03.2015:

emtorber8 (2)

 

Brett 1


Brett 2


Brett 3


Brett 4


Brett 5


Brett 6


Brett 7


Brett 8

Spielbericht Karlsruhe

Oberliga – 22.02.2015 Runde 7

Erneute Niederlage gegen Karlsruhe

Karlsruhe 1 – Emmendingen 1 (Auswärtsspiel) 4,5:3,5

Leider ist es auch dieses Mal nicht gelungen, einen Erfolg zu erreichen.
Nach dem frühen Remis von Christof Herbrechtsmeier, endeten nach weiteren 2 1/2 Stunden auch die Partien von Jörg Weidemann und Marcos Osorio mit Remis. Doch dann kam der Einbruch für Emmendingen, die Bretter 7 und 8 gingen verloren. Emmendingen war mit 1,5:3,5 in Rückstand geraten.
Damit liefen noch 3 Partien an den Brettern 1, 2 und 5. Die vorderen Bretter mit Andrei Sokolov und Theo Hommeles kamen über ein Remis nicht hinaus, der Kampf war damit bereits verloren. Einzig der Jugendspieler Andreas Bauer schaffte den Brettsieg, was das Endergebnis mit 3,5:4,5 noch abmilderte.
Da die Mannschaften Waldshut-Tiengen, Eppingen 2 und Zähringen ebenfalls verloren haben, gilt der Klassenerhalt wohl als erreicht. Es stehen noch die Spiele gegen Eppingen 2 und Baden-Baden 3 auf dem Programm.

emtor151

Brett 1

Brett 2

Brett 3

Brett 4

Brett 5

Brett 6

Brett 7

Brett 8

Spielbericht Ettlingen

Oberliga – 01.02.2015 Runde 6

Unnötige Niederlage in der Oberliga

Schachclub Emmendingen ohne Teamleistung

Mit 3,5-4,5 und ohne Einzelsieg unterlag der SCE gegen die Gäste aus Ettlingen; eine junge Mannschaft, die seit Jahren als kompaktes Team in der Oberliga agiert. Diese Qualität fehlt bei Emmendingen: Die nominell überlegenen Spieler können ihre Leistung nicht abrufen, einige Spieler sind offensichtlich überfordert, andere übernehmen keine Verantwortung oder es mangelt an Konzentration.

Zum Spielverlauf: Kein Vorteil mit den weißen Steinen an Brett 6 und 8 und den daraus resultierenden Remisen war ein schlechter Start. Nach der klaren Niederlage an Brett 3 musste unbedingt ein Sieg her, der jedoch ausblieb. So traute sich Thomas nicht, diesen zu realisieren und Andreas verpasste ihn kurz vor der Zeitkontrolle. Am Spitzenbrett entging Andrei nur knapp einer Niederlage, und Theo hatte in einer komplizierten Partie keine zündende Idee. Marcos sollte nach der schwachen Eröffnung verlieren, sein Gegner gestattete ihm jedoch Gegenspiel. In dieser umkämpften letzten Partie bahnte sich im Endspiel der einzige Sieg an, bei knapper Zeit ließ sich dieser jedoch nicht umsetzen.

Tabellenführer ist nach wie vor Brombach, ein Aufstieg in die 2. Bundesliga ist jetzt greifbar. Einzig Walldorf könnte dies noch gefährden. Ettlingen und Dreisamtal haben sich möglicher Abstiegssorgen entledigt, Karlsruhe ist nach einem 0-8 gegen Baden-Baden 3 wieder in Gefahr, ebenso wie wir. Nach aktuellem Stand steigen in dieser Saison wohl drei Mannschaften ab.

In Runde 7 am 22. Februar haben wir ein Auswärtsspiel in Karlsruhe, danach geht es gegen Eppingen 2, das den Abstieg kaum abwenden dürfte, und in der Schlussrunde treten wir in Baden-Baden an.

Scan_Pic0003

Brett 1


Brett 2


Brett 3


Brett 4


Brett 5


Brett 6


Brett 7


Brett 8

Spielbericht Waldshut

Oberliga – 18.01.2015 Runde 5

Überzeugender Sieg in der Oberliga

Der Schachclub Emmendingen gewinnt 6-2 in Waldshut

Der SCE war leicht favorisiert in die Begegnung gegangen, die Gastgeber hatten aber an den ersten vier Brettern ihre stärkste Formation aufgeboten.
Emmendingen erzielte hier jedoch drei Siege, was ausschlaggebend für den Gesamtsieg war. Damit haben wir uns auf Platz 4 der Tabelle vorgearbeitet und müssen uns mit einem möglichen Abstieg wohl nicht mehr beschäftigen.

Zum Spielverlauf:
Nach drei Stunden musste Jörg an Brett 3 in einer kreativ geführten Partie gegen Französisch die Waffen strecken, Iouri sorgte aber für den Ausgleich.
Kurz vor der Zeitkontrolle konnte dann Andrei (mit 1. b3) einen Sieg gegen das Waldshuter Jungtalent Kaczmarczyk (ELO 2408) verbuchen, und auch Theo gewann mit einer starken Leistung in Königsindisch gegen den Schweizer IM Wirthensohn. Ein beruhigender 3-1 Zwischenstand war erreicht.
Bis auf Andreas waren die Stellungen auch vielversprechend. Jens konnte seinen „gefühlten“ Vorteil im Turmendspiel nicht verwerten und steuerte ein Remis bei. Mein Gegner opferte eine Figur für ein vermeintliches Dauerschach; ich konnte aber das Material zurückgeben und gewann schließlich nach 5½ Stunden das Damenendspiel. Damit hatten wir 4,5 Punkte und der Sieg war perfekt.
So konnte auch Andreas, der mittlerweile Ausgleich erzielt hatte, remisieren, und Marcos krönte den Erfolg letztlich dank guter Vorbereitung in Französisch.

Tabellenführer ist nach wie vor Brombach, das einen klaren Sieg bei Absteiger Zähringen einfahren konnte. Karlsruhe gewann als Zweiter knapp gegen Eppingen 2, das nun ernsthaft vom Abstieg bedroht ist. Walldorf rangiert nach einem 7-1 Kantersieg über ein ersatzgeschwächtes Dreisamtal auf Rang 3.
In Runde 6 am 1. Februar hoffen wir auf Schützenhilfe von Waldshut, das unbedingt in Brombach punkten muss, um einen drohenden Abstieg zu vermeiden. Wir haben ein Heimspiel gegen Ettlingen, das sich momentan wie wir im Mittelfeld befindet.

Brett 1

Brett 2

Brett 3

Brett 4

Brett 5

Brett 6

Brett 7

Brett 8

Spielbericht Zähringen

Oberliga – 07.12.2014 Runde 4

Knapper Sieg gegen den Tabellenletzten

Mühsamer Erfolg im Derby gegen Zähringen

Zähringen musste auf zwei Stammspieler (Schild und Mathonia) verzichten, dennoch taten wir uns schwer. An Brett 4 wurde flott gespielt, Marcos hätte im 18. Zug leichten Vorteil erreichen können. Nach 1 ½ Stunden unterlief ihm aber ein katastrophaler Fehler, was eine Figur und die Partie kostete. Mein Gegner kam mit der eigenen Svesnikov-Eröffnung nicht zurecht und stand nach 2 Stunden bereits sehr schlecht, nach 2 ½ Stunden musste er aufgeben. Mit dem „Großmeisterremis“ an Brett 1, dem schönen Angriff von Jens (in einer Benoni-Theorievariante) und der sich abzeichnenden Niederlage an Brett 3 (Jörg war ein taktischer Fehler unterlaufen) war nur ein 2,5-2,5 Zwischenstand erreicht.
Theo hatte eine vielversprechende Stellung gegen einen in Zeitnot befindlichen Gegner, fand jedoch nicht den richtigen Plan. Er geriet sogar noch selbst in Verlustgefahr, es wurden aber die Damen getauscht und die Partie verflachte.
Nach der Zeitkontrolle war auch Thomas froh, nach einer Verluststellung den Remishafen erreicht zu haben: 3,5-3,5! Es hing also (wieder einmal) alles an Andreas Bauer – er gewann glücklich nach mehr als fünf Stunden in einem Endspiel nach einer von vielen Fehlern geprägten Partie.

Emmendingen tut sich schwer in der Oberliga. Die Ausbeute unserer drei Spitzenspieler ist mit 50 % nach 4 Runden recht mager. Wie erwartet, gibt es keinen klaren Favoriten. Karlsruhe und Walldorf mussten jetzt hohe Niederlagen einstecken; dass mit Dreisamtal, Ettlingen und Brombach drei vermeintliche Abstiegskandidaten vorn in der Tabelle zu finden sind, spricht für sich. Erst nach der 6. Runde im Februar wird man einschätzen können, wer eigentlich das Zeug zum Aufsteiger hat, bisher ist die Liga von Zufälligkeiten geprägt.
Das Liga-Orakel sieht Brombach (!) mit 49 % in der Favoritenrolle, wir haben momentan eine Aufstiegswahrscheinlichkeit von 9 %.

Nach einer längeren Pause haben wir am 18. Januar ein Auswärtsspiel in Waldshut. Diese stehen noch auf einem Abstiegsplatz (momentan gibt es vier Absteiger!), haben sich aber konsolidiert und weisen an den ersten vier Brettern erfahrene und starke Spieler (alle über ELO 2300) auf. Zähringen ist praktisch bereits abgestiegen (Klassenerhalt bei 2 %), Eppingen 2 ist stark gefährdet.

Brett 1

Brett 2

Brett 3

Brett 4

Brett 5

Brett 6

Brett 7

Brett 8

Spielbericht Walldorf

Oberliga – 09.11.2014 Runde 3

Ein mühsamer, glücklicher Sieg in Walldorf

Der Schachclub Emmendingen erringt seinen ersten Oberligaerfolg

Nach dem Fehlstart in den ersten beiden Runden der Oberliga war ein Sieg gegen den starken Aufsteiger (Quasi-Fusion mit Kirchheim) Pflicht. Wir konnten erstmals in Bestbesetzung antreten und reisten komplett schon am Samstag an. Der Bahnstreik kam uns dabei noch in die Quere, und am Sonntag fehlte anfangs der Schiedsrichter. Die Aufstellung von Walldorf war erwartet worden, der „Kampf“ konnte beginnen. Wie sich zeigen sollte, gestaltete sich die Begegnung tatsächlich zu einem harten Kampf.
Kiefer hatte nach einer Stunde klaren Vorteil erzielt und verteidigte sich gut gegen den ungestümten Angriff seines jungen Gegners, übersah am Ende aber ein erneutes Figurenopfer und konnte das Matt nicht verhindern: 0:1.
GM Cvitan lief in eine vorbereitete Variante des starken FM Vonthron und fand nicht die richtige Verteidigung, dem Angriff hatte er nichts entgegen zu setzen: 0:2.
Nach etwa zwei Stunden hatte Herbrechtsmeier klaren Vorteil in einem klassischen Französisch, sein Gegner „vergaß“ bei knapper Zeit eine Bauerngabel, wonach er sofort aufgeben musste: 1:2. Bei den anderen Partien gab es nach etwa drei Stunden diese Situation:
GM Sokolov stand ausgeglichen (0,5). IM Hommeles hatte seinen Eröffnungsvorteil verdichtet (1). Weidemann hatte im Mittelspiel schwach agiert und Material eingebüßt (0). Osorio hatte aus der Eröffnung heraus einen Bauern gewonnen und in ein Turmendspiel abgewickelt (1). Bauer hätte nach der Eröffnung Vorteil erzielen können, es entstand aber ein schwieriges Mittelspiel (0,5). Es sah also nach einem 4-4 aus.

Vor der Zeitkontrolle überschlugen sich aber die Ereignisse:
Weidemanns Gegner stellte im 40. Zug praktisch eine Figur ein (was Weidemann aber nicht realisierte), Osorio büßte seinen Mehrbauern ein (damit war die Partie wieder ausgeglichen), Bauer komplizierte in beiderseitiger Zeitnot und überzog – sein Gegner realisierte aber nicht den sofortigen Gewinn, sondern fand sich nach einem Fehler im 40. Zug in einer gleichen Stellung wieder.
Nach dem Sieg an Brett 1 und der Niederlage an Brett 4 Zwischenstand somit 2:3, und bei drei wahrscheinlichen Remisen gäbe es ein 3,5-4,5.
Nach der Zeitkontrolle wandelte sich das Bild aber erneut: Osorio opferte einen Bauern und geriet sogar in Verlustgefahr, der Gegner von Bauer verpasste im 41. Zug eine Remismöglichkeit und musste sich mit der Niederlage abfinden: 3:3.

Ein 4-4 zeichnete sich ab, denn der Gegner von Osorio wollte nur Remis, in einem Turmendspiel 1 gegen 1 fand er aber nicht die richtigen Fortsetzungen und verlor sogar. An Brett 1 nahm IM Gschnitzer dann in ausgeglichener Stellung das Remisangebot an.
Mit dem 4,5:3,5 war der erste Sieg in der Oberliga perfekt!

Die Paarungen in Runde 4 am 7.12. lauten:
Dreisamtal (4) – Karlsruhe (5)
Eppingen II (2) – Ettlingen (5)
Baden-Baden III (2) – Waldshut (2)
Emmendingen (2) – Zähringen (0)
Brombach (4) – Walldorf (4)

Brett 1

Brett 2

Brett 3

Brett 4

Brett 5

Brett 6

Brett 7

Brett 8

Spielbericht Brombach

Oberliga – 19.10.2014 Runde 2

Eine ärgerliche Niederlage

Der Schachclub Emmendingen unterliegt Brombach knapp mit 3,5-4,5

Völlig unnötig wurden in der zweiten Runde wieder zwei wichtige Punkte verschenkt. Brombach war angetreten wie erwartet, wir waren gut vorbereitet.

Die letzten Vorbereitungen erfolgten noch gemeinsam am Samstagnachmittag unter der Ägide eines Großmeisters.
Am Abend fand dann ein doppelrundiges Blitzturnier statt, das Jens und Jörg vor Andrei gewannen.
Der Kampf selbst fing gut an. Nach einer halben Stunde stand es 0,5:0,5 (Freundschaftsremis zwischen Christof und Matthias Rüfenacht).
Die Stellungen der restlichen Partien ließen einen Sieg erwarten: Es war abzusehen, dass die bis dahin bestehende Erfolgsserie des ersten Brettes von Brombach (Sebastian Schmidt-Schäffer) durch unseren Großmeister souverän beendet werden würde. Brett 2 (Jörg) stand ausgeglichen, Marcos hatte an Brett 3 klaren Vorteil, nachdem sich sein Gegner zu einem strategisch falschen Bauernzug provozieren ließ. An Brett 4 war nach 10 Zügen kein Vorteil in Sicht. Andreas hatte denselben Gegner wie im Jahr zuvor; damals stand er auf Verlust, konnte sich aber noch trickreich ins Remis retten. Dieses Mal kam er mit der offenbar vorbereiteten Variante seines Gegners nicht gut zurecht und übersah einen Figurenverlust. Ich selbst stand nach der Eröffnung glatt auf Gewinn, der natürlich noch hätte realisiert werden müssen. An Brett 7 kam Thomas mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung. An Brett 8 hatte Iouri einen Bauern gewonnen, was aber offenbar noch Theorie ist. Es war abzusehen, dass die Realisierung dieses Vorteils nicht einfach werden würde. Alles in Allem rechnete ich optimistisch mit einem 6:2 oder wenn es schlecht laufen würde mit einem 5:3.
Dann kam es aber anders. Zunächst musste Andreas seine Verluststellung aufgeben. Thomas wählte ein falsches Springermanöver und übersah anschließend eine taktische Wendung. An Brett 2 beschäftigte Jörg seinen starken, sich aber wie immer in Zeitnot befindenden Gegner. Nach einem Läuferopfer (für drei Bauern) fand der Gegner – immerhin ein internationaler Meister – nicht die richtige Verteidigung und stellte am Ende einen Springer ein. Damit stand es 2,5:1,5 gegen uns.
Marcos hatte mittlerweile den Gewinn verpasst und es war ein schwieriges Endspiel entstanden. Ich selbst hatte mehrfach den richtigen Zug ausgelassen und war auch in einem schwierigen Endspiel gelandet. In etwas besserer Stellung gab mein Gegner Dauerschach. An Brett 8 hatte Iouri’s Gegner genügend Kompensation und erreichte mühelos ein Remis. Damit stand es 3,5:2,5 gegen uns.
Dass Andrei am Ende siegen würde war klar. Es hing also alles an Marcos. Dieser kämpfte verbissen – aber erfolglos. Schade! So standen wir am Ende mit einem 3,5:4,5 ohne Mannschaftspunkt da.
Besonders bedenklich stimmt, dass wir ab Brett 3 nur 1,5 Punkte zustande brachten. Da muss künftig deutlich mehr kommen. Ansonsten wird das nichts mehr.

(Gerhard Kiefer/Christof Herbrechtsmeier)

Brett 1

Brett 2

Brett 3

Brett 4

Brett 5

Brett 6

Brett 7

Brett 8

Spielbericht Dreisamtal

Oberliga – 21.09.2014 Runde 1

Startniederlage in der Oberliga

Der SCE war leicht favorisiert in die Begegnung gegangen. Beide Teams mussten aber auf zwei starke Spieler verzichten, auch weil in der Schweiz zeitgleich eine Mannschaftsrunde ausgetragen wurde.

Nach einem schnellen Remis an Brett 5 war der Kampf von Nervosität geprägt: An den letzten beiden Brettern hatte der SCE vielversprechende Stellungen, beide wurden aber verdorben. Damit war der Kampf praktisch entschieden, denn Osorio und Kiefer hatten die Eröffnung schlecht behandelt und waren starkem Druck ausgesetzt. Zwar gewann Bauer kurz vor der Zeitkontrolle seine gut geführte Partie (wieder einmal mit Lf4), danach mussten Osorio und Rahnfeld aber aufgeben; Zwischenstand damit 1,5-2,5.

Weidemann kam in einem Damenendspiel zu einem unerwarteten Sieg und glich aus, nach der erwarteten Niederlage von Sorokovski führten die Gäste aber weiter mit einem Punkt Vorsprung. Die letzten beiden Partien sollten also die Entscheidung bringen: Kiefer stand auf Verlust und GM Sokolov ließ ein Figurenopfer zu, das seinem Gegner zum Remis reichen sollte. Wegen der Situation der Mannschaft unternahm er aber noch einen Gewinnversuch, dieser scheiterte und wurde mit Partieverlust bestraft. So nützte es nichts mehr, dass Kiefer in der Zeitnot seines Gegners Komplikationen herbeiführen konnte und mit einem Remis belohnt wurde, in der Schlussstellung hätte er sogar gewinnen können.

Wieder einmal startete der SCE also mit einer Niederlage in die Saison. Für Dreisamtal, die jedes Mal gegen den Abstieg kämpfen, war der Punktgewinn sehr wichtig. Emmendingen hofft nun darauf, bald auch seine starken Neuzugänge GM Cvitan und IM Hommeles einsetzen zu können, will man doch an der Spitze „mitmischen“.

In den anderen Begegnungen unterlag Zähringen (ohne Skembris) gegen ein noch schwächeres Karlsruher Team, Brombach siegte überraschend gegen Baden-Baden 3 und Waldshut verlor zuhause mit einer Rumpfmannschaft zu siebt gegen Ettlingen. Damit hat allein Walldorf die Favoritenrolle übernommen, sie siegten hoch gegen Eppingen 2.

In der nächsten Runde am 19.10. hat der SCE wieder ein Heimspiel und empfängt den Mitaufsteiger Brombach.


 

Brett 1



 

Brett 2



 

Brett 3



 

Brett 4



 

Brett 5



 

Brett 6



 

Brett 7



 

Brett 8