Alle Beiträge von Christof Herbrechtsmeier

Emmendingen 2 – Sasbach

Knappe Niederlage gegen Sasbach

Der SC Emmendingen hatte sich viel vorgenommen, traf er doch im Spitzenduell auf die führenden SF Sasbach. Leicht favorisiert ging er in das Heimspiel gegen die junge Gästemannschaft. Ging es doch immerhin um den Aufstieg in die Oberliga.

Nach etwa 2 Stunden Spielzeit remisierten Hans-Joachim Vatter (4), der vorsichtig agierte und in ein Endspiel mit ungleichen Läufern kam, Gerhard Kiefer (6), der die „Bauernraubvariante“ in Najdorf zuließ, aber dann die Gewinnversuche einstellte und Marcos Osorio (7), der an diesem Tag nicht überzeugen konnte. Zwischenstand 1,5:1,5.
Dann geriet der SCE durch Punktverlust an Brett 8 in Rückstand. Hermann Schrems hatte in der Eröffnung Vorteil erzielt, konnte diesen aber nicht verwerten und übersah in ausgeglichener Stellung eine taktische Wendung.
Christof Herbrechtsmeier wählte in der Drachenvariante gegen Maroczy einen falschen Plan und stellte zum Überfluss noch einen Bauern ein. Zwischenstand 1,5:3,5.
Welf Aumann gewann gegen seinen jungen Gegner überzeugend, das Endspiel war sehenswert, und verkürzte auf 2,5:3,5.
Die Entscheidung gab es dann am Spitzenbrett. Normunds Miezis kam ohne Vorteil aus der Paulsen-Eröffnung und stellte im Mittelspiel einen Bauern ein, wonach die Partie entschieden war.
Jörg Weidemann (2) gewann überzeugend, sein Gegner leistete wenig Widerstand.

Insgesamt keine Leistung mit Oberligareife.

Heitersheim – Emmendingen 2

Unnötige Niederlage in Heitersheim
Ist ein Aufstieg noch möglich?

Die abstiegsgefährdeten Gastgeber waren in der erwarteten, also nicht in Bestbesetzung angetreten.

Nach 2½ Stunden lag Emmendingen bereits mit zwei Punkten in Führung:
Thomas Ehret und Boris Litfin fanden sich mit Weiß in Theorievarianten gut zurecht und standen bereits nach 20 Zügen auf Gewinn. Dann nahm Wolfgang Schmidt das Remisangebot seines jungen Gegners an; da Christof Herbrechtsmeier nach der Eröffnung sehr aussichtsreich stand, war mit einem klaren Mannschaftssieg zu rechnen.

Es kam aber anders:
Jörg Weidemann hatte gegen Caro-Kann nichts herausgeholt und leistete sich vor der Zeitkontrolle zwei Fehler, was die Partie kostete. Auch Marcos Osorio hatte in einer seltenen Französisch-Variante keinen Vorteil, behandelte das Endspiel 2 Springer vs. 2 Läufer ungenau und verlor. Zwischenstand damit 2,5-2,5.
Christof Herbrechtsmeier ließ mehrere Gewinnmöglichkeiten aus und hätte ein Remis erzwingen können, übersah aber diese Möglichkeit; sein Gegner erhielt Gegenspiel: SCE 2 war mit 2,5-3,5 in Rückstand geraten!
Gerhard Kiefer hatte trotz guter Vorbereitung gegen Skandinavisch keinen Vorteil erzielt und stand zeitweise sogar auf Verlust. Sein junger Gegner ließ mehrere Möglichkeiten zum Sieg aus, so dass nach der Zeitkontrolle wieder ein Remis in Aussicht kam.

Iouri Sorokovski musste jetzt in Zeitnot auf Sieg spielen; sein Gegner Gerhard Prill kam in Vorteil, den er bei der Zeitkontrolle jedoch wieder verspielt hatte. Iouri konnte einen Bauern erobern, verbrauchte aber bis zum 45. Zug fast seine ganze Zeit und verdarb in der Folge die Partie völlig.
Schließlich profitierte Gerhard Kiefer davon, dass sein Gegner ein schlechtes Zeitmanagement betrieb, mehrfach den Gewinn und auch das Remis verpasste; sein Brettsieg reichte aber nur zur Ergebnisverbesserung.

So kassierte Emmendingen mit 3,5-4,5 eine herbe Niederlage, aber auch Konkurrent und Tabellenführer Sasbach kam in Oberwinden über ein Unentschieden nicht hinaus.

Nur mit Siegen am 22. April im Spitzenduell gegen Sasbach und am 06.05. in Gottmadingen kann Emmendingen noch eine Wende herbeiführen. Waldshut und Pfullendorf liegen 4 Punkte zurück und stehen praktisch als Absteiger fest.

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Bericht REGIOTRENDS

Saisonabschluss der 2. Bundesliga

In der letzten Runde gescheitert
In Birkenau verpasste der Schachclub Emmendingen den Bundesligaaufstieg

Beim Spitzenkampf der 2. Bundesliga Gruppe Süd war kein einziger deutscher Spieler vertreten. Beteiligt waren je ein Spieler aus Tschechien, Kroatien, Italien, Spanien; je zwei aus Frankreich, Ungarn und Lettland; drei aus der Ukraine sowie ein Spieler aus Ägypten und Aserbaidschan. Emmendingens Spitzenspieler Jorge Cori aus Peru war verhindert, S.P. Sethuraman (IND) und der junge Kirill Shevchenko (UKR) sind an einem starken Open in Moskau. Insgesamt 17 Großmeister waren beteiligt, Viernheim allein hat 12 GM im Kader.

Am Vortag hatten beide Teams aus Viernheim und Emmendingen noch mit 7-1 gewonnen, der SCE bewahrte so noch einen leichten Vorsprung von einem Brettpunkt. Beim Showdown am Sonntag war Viernheim klar favorisiert (unglaublicher ELO-Schnitt 2681), die Mannschaft könnte in der 1. Bundesliga um den Titel spielen). Der statistische Erwartungswert betrug 2,312 – man unterlag am Ende mit 2-6. Damit hat das von dem Beratungsunternehmen d-fine gesponserte Team aus Südhessen den Aufstieg in die 1. Bundesliga erreicht und wird diesen auch annehmen.

Emmendingen hat mit 16-2 Punkten und Platz 2 das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erzielt. Dritter wurde mit 13-5 Punkten der SC Heusenstamm, absteigen müssen Mörlenbach, Untergrombach und Böblingen.

Am Spitzenbrett musste Igors Rausis (CZE, ELO 2639) mit Schwarz gegen Shakhriyar Mamedyarov (AZE, 2814) spielen, dieser ist nach Weltmeister Magnus Carlsen (NOR, 2843) die Nummer 2 der aktuellen Weltrangliste. Er erzielte aber keinen Vorteil und bot daher mit seinem 21. Zug Remis an. Auch am 2. Brett dauerte die Partie nur 21 Züge, Imre Héra (HUN, 2619) remisierte gegen Vladimir Malakhov (RUS, 2692). Der erfahrene Andrei Sokolov (FRA, 2490) erreichte an Brett 5 mit Schwarz erst im Damenendspiel ein Remis gegen Igor Kovalenko (LAT, 2643). Schließlich konnte auch der jüngste Spieler, der 17jährige IM Lorenzo Lodici (ITA, 2427) gegen Sebastien Maze (FRA, 2620) ein Remis erzielen. Rausis, Héra, Sokolov und Lodici blieben in der Saison ohne Niederlage.

Mamedyarov vs. Rausis (li.)

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Schachspieler des SC Emmendingen werden im letzten Duell noch abgefangen (veröffentlicht am Di, 27. Februar 2018 um 07:49 Uhr auf badische-zeitung.de)

Bericht REGIOTRENDS

Bundesliga-Wochenende in Emmendingen

2. Bundesliga Süd

Emmendingen Tabellenführer in der 2. Schach-Bundesliga
Drei Siege am Wochenende

Der Schachclub Emmendingen übernahm zwei Runden vor Schluss mit 14-0 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe Süd der 2. Bundesliga.
Mit 5,5-2,5 schlug man am Freitag das starke Team Baden-Baden II, es folgten Siege mit 6-2 über Eppingen und mit 6,5-1,5 gegen Untergrombach. Diese Siege waren zu erwarten, hatte der SCE doch das stärkste Team in der Vereinsgeschichte aufgeboten (Wertungsdurchschnitt: 2551).
Erfolgreichste Spieler waren die beiden Spieler aus Kiew, Vladimir Baklan (2,5/3) und der 15jährige Kirill Shevchenko (3/3). Der 17jährige Lorenzo Lodici aus Venedig gewann zwei Partien.

Im Fernduell mit Viernheim (zwei 7-1 Siege, ELO-Mittelwert 2646) hat Emmendingen jetzt nur einen Brettpunkt mehr aufzuweisen. Am 25. Februar kommt es nun in Mörlenbach in der Schlussrunde zum Showdown, den Hessen genügt ein 5-3 Sieg zum Aufstieg. Aufgrund der Wertungsdifferenz ist sogar mit einem 6-2 zu rechnen. Viernheim hat 12 Großmeister im Aufgebot, darunter sechs Spieler der Top 100.

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Emmendinger Schachspieler an der Spitze (veröffentlicht am Di, 06. Februar 2018 auf badische-zeitung.de)

Bericht in REGIOTRENDS

Pfullendorf – Emmendingen 2

Verbandsliga – 28.01.2018 Runde 5

Hoher Sieg in Pfullendorf

Pfullendorf – Emmendingen 2 (Auswärtsspiel) 1:7

Die Gastgeber hatten zwei Ausfälle zu beklagen.
Christof Herbrechtsmeier (3) bot seinem Gegner in schlechterer Stellung Remis an, was dieser akzeptierte. Dann gewannen Gerhard Kiefer (5) – er behandelte die Eröffnung schwach – und Marcos Osorio (6) – er stand glatt auf Verlust, sein Gegner hätte mehrfach Matt setzen können. Iouri Sorokovski (7) hatte früh eine Figur für zwei Bauern gewonnen, behandelte das Endspiel aber falsch. Sein Gegner gab in Remisstellung auf!
Andreas Bauer (1) spielte eine ausgezeichnete Partie und kam aus der Eröffnung heraus in Vorteil, Jörg Weidemann (2) gewann eine Qualität, verpasste aber den Sieg. Hans-Joachim Vatter (4) nahm das Morra-Gambit an, sein Gegner hatte aber Kompensation. Am Ende tauschte Hajo mit Mehrbauer unnötigerweise die Leichtfiguren, wonach das Turm-Endspiel remis war – sein Gegner ließ sich aber noch übertölpeln. Boris Litfin (8) gewann eine durchwachsene Partie, am Ende hätte er sogar verlieren können.

Insgesamt fiel der Sieg also deutlich zu hoch aus, die Brettpunkte können wir aber gut brauchen.

Sasbach gewann gegen Lahr souverän, letztere waren praktisch nur zu sechst angetreten.
Heitersheim kam gegen Waldshut zu einem wichtigen Sieg im Abstiegskampf, Baden-Baden 4 (in starker Formation) zeigte Oberwinden klare Grenzen auf.

Emmendingen 2 – Baden-Baden 4

Verbandsliga – 14.01.2018 Runde 4

Hoher Sieg im Heimspiel gegen Baden-Baden 4

Emmendingen 2 – Baden-Baden 4 (Heimspiel) 7:1

Die Gäste waren schwach angetreten, insbesondere an den beiden letzten Brettern. So hatten Hermann Schrems (8) und Marcos Osorio (7) keine Mühe, rasche Siege zu erringen.
Die anderen Partien waren aber sämtlich umkämpft:
GM Ognjen Cvitan konnte an Brett 1 seine bessere Stellung gegen IM Schlindwein nicht verwerten und musste eine Remisabwicklung zulassen. Andreas Bauer (3) fand mit Holländisch (Leningrader Variante) im Mittelspiel nicht die besten Züge und stand äußerst kritisch, sein Gegner gab unnötigerweise die Dame und wurde bei knapper Zeit ausgekontert. Noch vor der Zeitkontrolle führte GM Normunds Miezis (2) seine Partie zum Gewinn, FM Mohebbi hatte den Gewinn ausgelassen und dann völlig den Faden verloren. FM Christof Herbrechtsmeier (5) opferte in der Eröffnung einen Bauern, erhielt zu wenig Kompensation und konnte am Ende froh sein, im Damenendspiel ein Dauerschach zu haben. Der Emmendinger Sieg war bei dem 5-1 Zwischenstand schon perfekt.
FM Hans-Joachim Vatter (5) stellte einen Bauern ein und bekam eine klare Verluststellung, sein Gegner ließ dann den Damentausch zu, behandelte das Leichtfigurenendspiel schwach und verlor schließlich. Gerhard Kiefer (6) hatte seinen Gegner bereits überspielt, dieser gab die Qualität und übersah ein Turmopfer mit darauf folgendem Dauerschach. Danach war der Sieg eine Sache der Technik.

Sasbach hatte sein Heimspiel gegen Gottmadingen auf den 21. Januar verlegt, Oberwinden gewann hoch gegen Lahr, muss aber noch gegen starke Mannschaften antreten.
Nach der 5. Runde am 28.01. wird sich das Feld lichten, insbesondere klären sich auch die Aussichten von Gottmadingen im Heimspiel gegen Kuppenheim. Emmendingen muss in Pfullendorf antreten.

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Bericht in REGIOTRENDS

Waldshut – Emmendingen 2

Knapper Sieg in Waldshut

Emmendingen bleibt auf Kurs

Die Gastgeber traten in exakt derjenigen Aufstellung an, die wir erwartet hatten. Vier Spieler übernachteten vor Ort, erstmals kam Boris Litfin zum Einsatz.

Zum Spielverlauf:
Marcos Osorio gewann früh einen Bauern und führte die Partie dann technisch einwandfrei zum Sieg. Noch vor der Zeitkontrolle remisierte Gerhard Kiefer, und Christof Herbrechtsmeier gewann seine dritte Schwarz-Partie in dieser Saison. Mit dem Remis von Iouri Sorokovski (er hatte aus der Eröffnung keinen Vorteil erzielt) war ein beruhigender 3-1 Zwischenstand erreicht. Boris Litfin gewann in der französischen Abtauschvariante, und Thomas Ehret musste mit Schwarz die Waffen strecken: 4-2.
Dann wurde es doch noch spannend: Hajo Vatter konnte nach 4 Stunden leicht gewinnen, verdarb aber die Partie und musste um das Remis kämpfen. Sein Gegner revanchierte sich und verlor eine Figur, wonach der Sieg feststand. Jörg Weidemann hatte dem kreativen Spiel von Eschbach nichts entgegenzusetzen und wickelte schließlich in ein Endspiel Turm gegen Turm + Läufer ab, das zwar theoretisch remis ist, in der Praxis aber gern verloren wird. Endstand somit wie in der letzten Runde 5-3, damit sind wir auf Kurs.

Sasbach gewann in Heitersheim mit 7,5 (!) und führt die Tabelle mit 6-0 und phänomenalen 21 Brettpunkten an. Auf Rang 3 steht Oberwinden nach einem 4-4 in Gottmadingen, die Gäste hatten stark aufgestellt und gewannen an Brett 1 mit Schwarz: IM Ider (FRA, 2538) – FM Gloor (SUI, 2355).
Baden-Baden IV unterlag überraschend Lahr, Kuppenheim kam zu einem klaren Sieg in Pfullendorf.
In Runde 4 spielt Gottmadingen in Sasbach und muss gewinnen, wenn sie noch vorn mitmischen wollen.

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Tabellenführer in der 2. Bundesliga

Tabellenführer in der 2. Bundesliga

In Böblingen gab es für den Schachclub Emmendingen hohe Siege

Gegen das stark eingeschätzte Team des TSV Schönaich siegte der SCE mit 7-1 unerwartet hoch.
Die Württemberger haben schon jetzt jegliche Aufstiegshoffnungen abgeschrieben und traten nur mit einem B-Team an, acht starke Spieler waren nicht anwesend. Dies ist vor allem für Viernheim nicht angenehm, denn wegen der hohen Anzahl der Brettpunkte müssen diese möglicherweise in der letzten Runde Ende Februar gegen den SCE gewinnen, wenn sie in die 1. Liga aufsteigen wollen.

Die Sonntagsbegegnung gegen Gastgeber und vermutlichen Absteiger SC Böblingen endete ebenfalls 7-1.
Emmendingen trat erstmals mit dem 24jährigen indischen Weltklassespieler Sethuraman Panayappan (WRL 142) am Spitzenbrett an und hatte insgesamt sieben Großmeister (GM) im Aufgebot. An Brett 8 kam am Wochenende der 17jährige Internationale Meister (IM) Lorenzo Lodici aus Venedig zu zwei Siegen; ebenso die GM Igors Rausis (Tschechien), Imre Héra (Ungarn), Ognjen Cvitan (Kroatien) und Normunds Miezis (Lettland).

Mit 8-0 Mannschafts- und 24 Brettpunkten führt Emmendingen die Tabelle an; der hohe Favorit Viernheim liegt bei einem Kampf weniger mit 6-0 MP (19 BP) auf Rang 2 und kann am 9./10.12. Boden gutmachen, weil für Emmendingen keine Begegnungen anstehen. Sie haben 12 Großmeister (GM) im Aufgebot, davon die Spieler der Ränge 6, 47, 53, 54 und 105 der Weltrangliste (WRL). Emmendingen kann noch den Peruaner Jorge Cori (WRL 93) aufbieten.

Die OSG Baden-Baden II und der SC Heusenstamm liegen mit 5-3 Punkten im Mittelfeld.
Abstiegsgefährdet sind Mörlenbach (2-4 MP), Untergrombach (1-5 MP) und Böblingen (0-6 MP).

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Sprung an die Spitze (veröffentlicht am Di, 14. November 2017 auf badische-zeitung.de)

Erfolge in der 2. Bundesliga

Guter Start für den Schachclub Emmendingen

In Baden-Baden wurde die erste Doppelrunde ausgetragen. Gegen starke Mannschaften kam man gegen Heusenstamm zu einem knappen und etwas glücklichen Sieg mit 4,5-3,5; am Sonntag wurde Griesheim, ein Absteiger aus der 1. Liga, mit 5,5-2,5 überzeugend bezwungen – es gab keine einzige Einzelniederlage.
Erfolgreichste Spieler am Wochenende waren bei Emmendingen mit jeweils 1,5 Punkten die Großmeister Igors Rausis (Tschechien), Vladimir Baklan (Ukraine), Andrei Sokolov (Frankreich) und Ognjen Cvitan (Kroatien). Andreas Bauer kam am Samstag zum entscheidenden Sieg gegen einen stark eingeschätzten Gegner.

Damit hat sich der SCE gut für die nächsten Begegnungen positioniert. Am 11.11. kommt es in Böblingen zu einem Kampf auf Augenhöhe mit Titelaspirant Schönaich. Tabellenführer mit 12,5 Brettpunkten ist Viernheim, sie haben zwölf GM zur Verfügung. Emmendingen spielt erst in der letzten Runde am 25. Februar gegen diesen klaren Favoriten.

Ergebnisse

Tabelle

Auf der rechten Seite von vorn im Kampf gegen Erstligaabsteiger SV Griesheim die Emmendinger Spieler Vladimir Baklan (Ukraine), Imre Héra (Ungarn) und Igors Rausis (Tschechien) an Brett 1. (Foto: Christof Herbrechtsmeier)
4-0 Punkte in der ersten Doppelrunde

Dass Heusenstamm stark antreten würde, war klar. Sie waren aber nicht da…
Um 10:11 Uhr marschierten sieben Spieler ein, sie hatten zunächst das falsche Spiellokal angesteuert! Da 15 Minuten vor Spielbeginn die Aufstellung abgegeben werden muss, bekam jeder Spieler 26 Minuten abgezogen – ein Handicap, was sich bei einigen am Ende bemerkbar machen sollte.
Es fehlte auch noch Khenkin; er traf erst um 10:28 Uhr ein, also gerade noch rechtzeitig.

Zum Spielverlauf:
Nach 1½ Stunden remisierte Imre, er fühlte sich in der Stellung nicht wohl.
Gegen 17 Uhr war auch die Partie an Brett 1 remis, es gewann dann aber Ognjen in einer turbulenten Drachenvariante. Vladimirs Gegner war in Zeitnot und musste noch vor der Zeitkontrolle aufgeben, Andrei hatte aus der Eröffnung nichts herausgeholt und gab remis: Zwischenstand 3,5-1,5.
Bence stand kritisch, Andreas hatte sich nach verkorkster Eröffnung in eine ausgeglichene Stellung gerettet, sein starker Gegner wich der Zugwiederholung aus und stellte eine Qualität ein! Damit war der Sieg perfekt, daran änderten auch die Niederlagen an Brett 4 und 5 nichts. Kirill hatte in einem ausgeglichenen Läuferendspiel einen Bauern gewonnen, die Partie war danach aber verloren.

Im Parallelkampf siegten die stark besetzten Baden-Badener ohne Probleme mit 5-3 gegen Griesheim.

Am Sonntag gegen Griesheim war Hajo dabei; er einigte sich ebenso wie Vladimir, Ognjen und Imre auf ein Unentschieden. Andrei und Igor gewannen souverän, damit war ein 4-2 Zwischenstand erreicht. Kirill hatte eine überlegene Stellung und gewann in einem Springerendspiel einen Bauern, am Ende mit etwas Glück auch die Partie. Bence konnte seinen Vorteil zunächst nicht verwerten und landete in einem remislichen Turmendspiel. Dann beging sein Gegner einen Fehler und stand auf Verlust, der Gewinn wurde aber nicht realisiert. Mit dem 5,5-2,5 gegen den Erstligaabsteiger war ich jedoch hochzufrieden.

Heusenstamm wies die Gastgeber mit 5-3 in die Schranken und konnte sich sogar ein Remis von Pötsch nach klarer Gewinnstellung leisten.

Untergrombach verlor am Samstag gegen Mörlenbach mit 3-5 und steht damit praktisch schon als Absteiger fest, wenn man nicht am 12.11. gegen Griesheim gewinnt.
Für uns steht als nächstes am 11.11. das Duell mit Schönaich auf dem Programm.

Bilder vom Sonntagsspiel gegen SV Griesheim:

Kuppenheim – Emmendingen 2

Verbandsliga – 08.10.2017 Runde 1

SCE gewinnt klar in Kuppenheim

Kuppenheim – Emmendingen 2 (Auswärtsspiel) 1,5:6,5

In der Eröffnungsrunde der Verbandsliga Süd traten die Gastgeber nur zu siebt und zudem mit einem schwachen Reservespieler an. Kuppenheim wollte so die 2. Mannschaft stärken, die problemlos gegen Villingen 2 gewann.
Thomas Ehret hatte somit keinen Gegner, war enttäuscht und fuhr nach zwei Stunden wieder zurück nach Heidelberg.

Zum Spielverlauf:
Hubert Schuh bot an Brett 2 nach 14 Zügen in ausgeglichener Stellung Remis an, was Andreas Bauer akzeptierte. Marcos Osorio gewann an Brett 7 als Erster, sein Gegner hatte früh einen Bauern eingebüßt. Jörg Weidemann (3) opferte gegen Hans Wiechert eine Figur und verbesserte seine Stellung geduldig zum Sieg. Hans-Joachim Vatter (5) einigte sich mit Günther Tammert bei völligem Ausgleich auf ein Remis, er hätte zuvor in Vorteil kommen können. Gerhard Kiefer (6) leistete sich im 19. Zug eine Ungenauigkeit, danach ließ er aber nichts mehr anbrennen und gewann.
Normunds Miezis war zur Verstärkung eigens aus Riga angereist. Am Spitzenbrett hätte er im 30. Zug gegen Hartmut Metz einen Bauern gewinnen können, hatte aber im Turmendspiel keinen Vorteil. Christof Herbrechtsmeier (4) beging im 25. Zug einen Fehler, den Velimir Kresovic aber nicht bestrafte. Kurz vor der Zeitkontrolle opferte er vorübergehend eine Figur und erzielte in den Verwicklungen danach Vorteil, der letztlich zum Sieg ausreichte.

Die erste Etappe zum 18-0 ist damit geschafft!
Lahr wollte nicht nach Gottmadingen anreisen und verzichtete auf den Kampf.
Heitersheim unterlag im Heimspiel gegen Baden-Baden 4 nur knapp, Oberwinden siegte in Pfullendorf dank drei Einzelsiegen an den letzten Brettern. Die Begegnung Waldshut – Sasbach wurde auf den 15.10. verlegt.

Spielbericht aus Kuppenheim