Der Schachclub Emmendingen in der Oberliga

Strategie-Spektakel und Taktik auf höchstem Niveau

Bericht aus der Internet-Zeitung Regiotrends

Zwei Menschen sitzen sich an einem Tisch gegenüber, ein Schachbrett dazwischen: Was sich auf den ersten Blick als Stil-Leben darstellt enthüllt sich bei näherer Betrachtung als hoch-komplexer Denksport und faszinierende Strategie-Studie.
Seit 2010 ist der Schachclub Emmendingen in der Begegnungsstätte in der Seniorenwohnanlage in Teningen zuhause. Das stilvolle Ambiente mit Parkett-Boden und der einladende Charme des Veranstaltungsraumes vermag die Gegner aus der Oberliga Baden immer wieder zu beeindrucken.

2014 gelang der ersten Mannschaft des SCE der Aufstieg in die hochklassige Liga, die mit der national dritthöchsten Fußball-Liga verglichen werden kann.

1937 gegründet, zählt der SCE momentan 63 Mitglieder, die zum größten Teil als Aktive für die vier Mannschaften beim Badischen Schachverband gemeldet sind und an den Mannschaftskämpfen teilnehmen.
Neben der ersten Mannschaft, die in der höchsten Spielklasse des Landesverbandes in der Oberliga Baden, ihre Spiele austrägt, sind die übrigen Teams in der Bereichsliga Süd, der Bezirksklasse Freiburg und in der Kreisklasse B aktiv.

Wer sich mit Thomas Mädler, dem Ersten Vorsitzenden des SCE, und Karl Ziegler, dem Verantwortlichen für Presse und Öffentlichkeit, unterhält, vermag die ganze Komplexität des Schachsports nur am Rande zu erahnen. So vielschichtig und spannend ist die Ausübung am Brett. Gefesselt von den Berichten und Erfahrungen ist man hier auf der Stelle.

Stolz berichten die beiden vom sensationellen Saisonauftakt-Sieg gegen die dritte Mannschaft aus Baden-Baden. Das erste Team der Nordbadener ist die unangefochtene Nummer Eins der Liga, „der FC Bayern und der FC Barcelona zusammen“, wie Mädler augenzwinkernd erläutert.

Die Ansetzungen an den Spieltagen erfordern immer wieder viel Fingerspitzen-Gefühl und Raffinesse. Das gegenseitige Taktieren beginnt lange, bevor der erste Zug am Brett erfolgt.
Je acht Spieler pro Mannschaft dürfen am Spieltag gemeldet werden. Für den SCE sind neben dem heimischen Nachwuchs, auf den größten Wert als solide Basis gelegt wird, Top-Spieler aus dem Ausland aktiv.
Je je nach Bedarf reisen unter anderem Spieler aus Peru und Kasachstan eigens zu einzelnen Begegnungen an.

Erfordert es die Taktik oder die Umstände, finden sich manchmal auch nur sechs oder sieben Spieler am Spieltag ein – die Punkte werden dann automatisch für den Gegner gewertet.
Es wird mit harten Bandagen gespielt – natürlich nicht auf körperlicher Ebene, wie Mädler und Ziegler berichten. Vibriert ein Handy während einer Partie, ist dieses Spiel verloren, Reden ist generell untersagt.
Da ein Spiel zwischen vier und sechs Stunden läuft, bleibt viel Zeit, seinen Gegner zu studieren. Beobachtung und Körpersprache sind ein weiterer Aspekt dieses Sports.

Um zu einem Ergebnis zu gelangen sind zeitliche Limits gesetzt, die nicht überschritten werden dürfen. Am Ende des Spieltages steht also ein Resultat fest.

Wer einmal der Faszination des Schachsports erlegen ist kommt davon nicht mehr los.
Schach bietet darüber hinaus die Möglichkeit zu einer barrierefreien Verständigung über alle Grenzen der Länder und Kulturen hinweg, wie Mädler und Ziegler betonen: „Die Regeln des Schachs sind überall auf der Welt gleich“.

Der SCE trainiert immer Dienstags ab 19:00 Uhr im Spielraum der Seniorenanlage in Teningen und freut sich über Interessierte am Schachsport.
Jeder, unabhängig von Alter und Geschlecht, ist zu den Trainingsterminen oder an den Spieltagen herzlich eingeladen.

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Vorsitzender Thomas Mädler
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Blick in den Spielraum
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Blick in den Spielraum

Schach ist Sport